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Romney & Ryan in Tampa: Bis sich die Balken biegen…

31. August 2012

Es ist schon erstaunlich, was die US Bürger Mitt Romney und Paul Ryan an Gerede durchgehen lassen. Ein paar Luftballons in Tampa, ein wenig Geschwafel von Familienwerten (inklusive Kinder auf der Bühne), ein wenig rhetorische Kraftmeierei, ein wenig, „wir müssen nur an unsere Werte glauben und alles wird gut“: Und schon liegen RomneyRyan in den Umfragen vor Obama. Oh man!

Romney und Ryan tun, was sie am besten können: blenden!

Romney und Ryan tun, was sie am besten können: blenden!

Die Süddeutsche fasst einige der versteckten Fouls von Ryan zusammen (siehe link unten). Paul Ryan hat als Senatsmitglied und Unterhändler der Republikaner einen Haushaltskompromiss mit Obama letztes Jahr erfolgreich blockiert und tut jetzt so, als liege die Schuld des Finanzdesasters bei Obama. Während Romney vielfach unglaubwürdig ist, verdreht Ryan die Fakten mit Vorsatz. Es ist schon ein Witz, Obama die Schuld für die ökonomische Situation der USA anzulasten. Die Regierung Bush hat über Jahre die Neuverschuldung angehoben und sich in kostspielige und Sinn-freie Abenteuer gestürzt. Dann kam die Finanzkrise und fast zeitgleich Obama ins Amt. Danach spielten die Republikaner Fundamentalopposition und blockierten alle Versuche, das Schulden-Desaster abzuwenden. Und jetzt wollen sie dieses Land regieren. Keine gute Vorstellung.

Und zu Romney fällt einem wenig ein: Ein reicher Mann, der es durch Aufkaufen, Ausschlachten und Verkaufen von Unternehmen zu Geld gebracht hat, der dieses Geld in Steuerparadiesen parkt und es mit durchschnittlich 13% versteuert. Dass er sich für Steuersenkungen ausspricht, verwundert wenig. Wenn dies den USA wirtschaftlich helfen würde, dann könnte man vielleicht mit diesem Kandidat leben, aber dies nützt hauptsächlich Vielverdienern, die Steuersenkungen in den USA werden allerdings die sozialen Verwerfungen vergrößern. Aber ob hierdurch Arbeitsplätze geschaffen werden, darf bezweifelt werden. Und an die Positionen Romneys zu  Themen der Außen- und vor allem der Gesellschaftspolitik möchte man in den wildesten Alpträumen nicht erinnert werden.

Muss sich der Rest der Welt mal wieder Sorgen wegen den Wahlen in den USA machen, nur weil viele US-Bürger einfach nicht kapieren, dass für die Republikaner zwei Scharlatane antreten? Wir hatten die bleiernen Jahre von G.W. Busch doch gerade hinter uns gelassen!

http://www.sueddeutsche.de/politik/romney-vize-bei-republikaner-parteitag-paul-ryan-greift-an-ohne-ruecksicht-auf-fakten-1.1453925

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