Posts Tagged ‘Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)’

Greening 2016 in Deutschland: Weiterhin geringe Wirkung für Biodiversität

4. Januar 2017

Eine Übersicht über die Entwicklung von Greening und der ökologischen Vorrangfläche (ÖVF) im Jahr 2016 wurden in der Woche vor Weihnachten von dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als Bundestagsdrucksache Nr. 18/10569 veröffentlicht. Zu verdanken haben wir die umfangreichen Daten einer parlamentarischen Anfrage von MdB Dr. Kirsten Tackmann (Linke) und ihren Mitarbeiter*innen. Die Daten belegen, dass Landwirte weiterhin hauptsächlich produktive ÖVF-Optionen nutzen und für die Artenvielfalt kaum positive Effekte zu erwarten sind.

Pufferstreifen im Landkreis Göttingen

Pufferstreifen im Landkreis Göttingen – Maßnahme zum Schutz von Rebhühnern

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CAP direct payments post 2020: German positions

23. Dezember 2015

What are the different political parties‘ positions – in Germany and at EU level – likely to be regarding CAP reform? (written by Sebastian Lakner, edited by Oliver Moore from Arc2020, first posted on the website arc2020.eu).

The debate on the next reform on the common agricultural policy (CAP) 2020 in Germany is taking shape. Political actors are announcing their positions for the next reform 2020. In this post I will describe how the political actors in Germany are positioning themselves on direct payments beyond 2020. Is there momentum for change? Is support for more targeted programs and more efficient use of taxpayers money in agricultural policy emerging?

Quelle: CAP direct payments post 2020: German positions

Greening 2015: Für welche Maßnahmen entscheiden sich die Landwirte?

14. Juni 2015

Das Konzept des Greening wurde Ende 2013 von EU-Parlament und Ministerrat beschlossen, im Jahr 2014 wurden die Details der nationalen Umsetzung festgelegt. Wir befinden uns 2015 also im ersten Jahr der Einführung des Greenings der Direktzahlungen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat hierzu Anfang 2015 eine interessante und empfehlenswerte Broschüre mit die Titel „die Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland“ herausgebracht, die zunächst die nationale Umsetzung der gesamten GAP-Reform 2015 mit vielen Details und Beispielen erklärt. Es wird jetzt sehr viel deutlicher, wie detailliert die Anforderungen an das Greening sind und was Landwirte in der Praxis zu beachten haben.

Baumreihe als Flächennutzung im Umweltinteresse

Eine Baumreihe im Erzgebirge als Ökologische Vorrangfläche

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Öko-Prämie erhöht in Bayern, Sachsen und Thüringen

16. November 2014

Während wir von 2011-2013 in einigen Bundesländern Erhöhungen der Ökoprämie beobachten konnten, die hauptsächlich durch Wechsel in den Landesregierungen bedingt waren, stellen wir dieses Jahr fest, dass mit der Einführung der Entwicklungsprogramme für Ländliche Entwicklung (EPLR) 2015-2020 andere Bundesländer nachziehen und zwar unabhängig von Parteizugehörigkeit. Unterstützt wird diese Entwicklung von einem Beschluss der Planungskommission für die Gemeinschaftsaufgaben Agrarstruktur und Küstenschutz (Planak) (vgl. Bund und sowie mehrerer Bundesländer kündigen Erhöhung der Öko-Förderung an von 09.09.2014).

Im folgenden Beitrag werde ich beschreiben, welche Bundesländer die Prämien erhöht haben.

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Implementation of CAP-reform 2013: The single country overview

5. Mai 2014

As already described in my last post, I did a detailed review on the decision of the EU-member on how to use the three flexibility elements of the CAP-reform 2013. I focused on 1.) the re-coupling of direct payments, 2.) the reallocation of funds between the pillars and 3.) the redistribution options. The EU-member-states have to report their final decision until August 1, 2014. There has been a discussion whether the flexibility elements improve or if they deteriorate the CAP-reform 2013. Therefore, it might be useful, to get an overview on how countries use this flexibility.

Here is the table overview on the CAP-reform-implementation in the single member-states.

These information were gathered by internet-search, Agra Europe (diff. Issues), and by the support of different experts and colleagues of mine. Therefore great thanks to: Alex Lotman (Estonia), Oana Tanasache (Romania), Sebastian Hess (Sweden), Ewa Rabinowicz (Sweden) Anne van Doorn (Netherlands), Marian Stuiver (Netherlands), Sergio Araujo Enciso (Spain), Tomás García Azcárate (Spain) and Thelma Brenes Muñoz (expert for Portugal!). Besides this, I received responses on my requests and support from the ministries of Poland, Czech Republic, Greece, Finland and Hungary, thanks a lot for supporting this search!

This table is presented according my best knowledge, so no guarantee on the details. Any comments, questions, corrections or further information are welcomed: slakner@gwdg.de

A very interesting and detailed timeline for the implementation in United Kingdom from DEFRA can be found here: CAP-reform timeline UK.

Zur angeblichen Krise im Ökolandbau – ein Kommentar

28. April 2014

Ein Artikel von Jost Maurin von der Taz über die Wirtschaftlichkeit des Ökolandbaus rüttelte diese Woche die Akteure des Ökomarktes auf: Glaubt man dem Artikel, so stagnieren die Biopreise angeblich, der Preisabstand zwischen ökologischen und konventionellen Produkten sei geringer geworden. Andererseits steigen die Landpreise im Moment drastisch, so dass viele Biobetriebe im Moment wirtschaftlich um’s Überleben kämpfen. Daher können man im Moment viele Rückumsteller beobachten, als Beispiel nennt der Artikel einen 1.000 Hektar-Betrieb in Ostdeutschland. In eine ähnliche Richtung argumentierte ein Fernsehbeitrag von ARD Plusminus vom 23.04.2014.

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The Implementation of the CAP-Reform 2013 – an actual overview

25. April 2014

A. Flexibility options of the EU-member-states

In December 2013, EU-Parliament and Council could reach an agreement on the main issues of the CAP-Reform 2013. The final EU-Regulation 1307/2013 is already published in the Official Journal of the European Union. Some of the main issues of the reform allow a lot of flexibility for the single EU-member-states. The following article will go into details which of the options are going to be used by the EU-member-states.

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Extensive grassland in rural Bulgaria

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GAP-Reform 2013: Umsetzung in Deutschland

16. Dezember 2013

Am 26./27. Juni und am 23. September 2013 haben sich der EU-Ministerrat und das EU-Parlament auf die wichtigsten Kernpunkte der GAP-Reform 2013 verständigt, das EU-Parlament hat daraufhin am 20. November 2013 abschließend dem Verordnungstext zugestimmt. Im folgenden Beitrag werden die Kernpunkte der Umsetzung in Deutschland beschrieben.

Traktor mit Balken-Mähwerk

Traktor mit Balken-Mähwerk: Tierfreundliche und daher sinnvolle Low-Input Technik

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Kommentierung der GAP-Reform (III): Wirkung auf den Ökolandbau?

15. August 2013

Extrem merkwürdig mutet schließlich eine sehr zeitnah veröffentlichter Artikel von Spiegel Online an mit der Überschrift Subventionsreform: Agrarplan der EU stärkt Öko-Bauernhöfe (Spiegel Online am 26.06.2013). Dieser nur wenige Stunden nach der Entscheidung veröffentlichte Text geht ebenfalls auf die Maßnahmen des Greenings und der Umverteilung zugunsten kleiner Betriebe ein. Der Ökolandbau kommt im weiteren Artikel nicht mehr vor, insofern bleibt der Artikel eine Antwort auf die Frage, warum Ökobetriebe ausgerechnet von diesen Maßnahmen profitieren sollen, schuldig. Ein genauer Blick auf die Details der Reform legen eher nahe, dass sich die GAP-Reform 2013 auf die Ökobetriebe neutral aus wirkt. Ökobetriebe sind vom Greening ausgeschlossen und erleiden dadurch keine Einbußen (was auch bei Anwendung von Greening zu erwarten wäre) und die Ökobetriebe unterliegen den gleichen Kürzungen u.a. von Direktzahlungen wie konventionelle Betriebe.

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Ökologischer Getreideanbau in Brandenburg

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Kommentierung der GAP-Reform (II): Durchwachsenes in der Presse

15. August 2013

Neben den bereits dargestellten Kommentaren aus den Verbänden, erscheint die Pressereaktion auf die Entscheidung von Europäischem Rat und EU-Parlament Ende Juni interessant und symptomatisch für den Charakter dieser Reform. Der Presse und den Medien werden im Sinne der Gewaltenteilung mitunter als informelle 4. Säule im Staat bezeichnet, die neben Legislative, Exekutive und Judikative vermeidet, dass es durch einseitige Machtkonzentration und aufgrund von fehlender Transparenz zu Fehlentwicklungen in einem Staat oder einer Gesellschaft kommt. Da auf Europäischer Ebene größere Geldsummen bewegt werden, stellt sich die Frage, ob die Presse dieser kritischen Funktion aktuell gerecht wird.

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Extensiver Hafer-Anbau in Schweden

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